HaMakom bezeichnet in der hebräischen Bibel eine besondere Stätte, einen Ort, an dem eine Begegnung mit Gott geschieht, wie zum Beispiel in der Geschichte von Jakob und der Himmelsleiter. An anderen Stellen – vor allem in den Psalmen – wird das Göttliche als ein sicherer Ort, ein Ort der Zuflucht und des Schutzes erlebt. Im Neuen Testament und in späteren Texten aus verschiedenen spirituellen Traditionen wird beschrieben, dass es vor allem im Inneren des Menschen einen Raum gibt, in dem sich das Göttliche uns offenbart.
Focusing bietet eine Methode an, um einen eigenen inneren Freiraum körperlich wahrzunehmen und zu schützen. Manchmal wird dieser Raum als ein guter oder sicherer Ort beschrieben. Focusing erhebt keinen Anspruch, zu einer bestimmten spirituellen Tradition zu gehören. Dennoch gibt es Parallelen zwischen dieser Methode und vielen Praktiken und Erfahrungen aus dem Bereich der Spiritualität.
Die Initiative HaMakom will diese Parallele zwischen Focusing und vor allem der christlichen Spiritualität theologisch und praktisch erforschen.
Hier finden Sie die jeweils neuesten Beiträge:

- Leben und Atmen lassenIn Ihrem Buch „Die Kunst des Annehmens“ schreibt Ann Weiser Cornell über einen Focusingprozess, der„… beruht auf einer grundlegenden Philosophie, nämlich der, dass jeder Teil…
- Hören wir die Melodie?Mir ist das Büchlein „Unverfügbarkeit“ von Hartmut Rosa in die Hände gefallen. Eines, was der bekannte Soziologe in unserer Gesellschaft beobachtet, ist abnehmendes Vermögen zuzuhören.…
