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Stille als Provokation

„Das ist eigentlich unsere einzige moralische Aufgabe:
in sich selbst große Bereiche urbar zu machen für die Stille,
für immer mehr Stille,
so dass man diese Stille wieder auf andere Ausstrahlen kann;
und je mehr Stille in den Menschen ist,
desto stiller wird es auch in dieser aufgeregten Welt sein.“

Aus Etty Hillesum: Das denkende Herz (Rowohlt Taschenbuch)

Diese Zeilen, Anfang 1943 von Etty Hillesum, einer holländischen Jüdin, in ihrem Tagebuch geschrieben, sind aktueller denn je. Stille nicht als resignierter Rückzug, sondern als Provokation, Herausforderung und Einladung an eine verrückt gewordene Welt.

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